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Zwischenexistenzen

Nun sind die Kinder nicht mehr hier,

Ein großer Schritt. Ein Schnitt.

Wir haben zwei, wir waren vier,

Zwei gingen, übrig bleiben wir.

Wir sind zu dritt.

*

Es heißt, das letzte Kind hat Fell,

Doch Fell liegt Pudeln fern.

Aus diesem schönsten Hundmodell

Treibt Lockenhaar so dicht und schnell,

Das hätt ich gern.

*

Der Pudel ruft als Rudeltier

Auch nachts nach Hierarchie.

Er vor dem Bett und in ihm wir:

Nie teilen Mensch und Hund das Bier!

Doch sag nie nie.

*

Statt dessen sage leisen Munds:

Wir haben umgedacht.

Heut schläft ein Pudel zwischen uns.

Die Zwischenexistenz des Hunds

Hilft allen, Tag und Nacht.

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.08.2026, Seite 10, Feuilleton

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