Dan Sullivan des Tages: Dan Sullivan
Alaska sieht doppelt, denn die konservativen Wähler des US-Bundesstaats müssen sich bei der Senatswahl im November zwischen zwei republikanischen Kandidaten entscheiden: Dan Sullivan und Dan Sullivan. Der Supreme Court des Bundesstaats hat diese Woche geurteilt, dass beide Dans zur Wahl antreten dürfen.
Senator Dan Sullivan, zeigte sich, ist einfach kein Fan von Dan Sullivan, und ging juristisch gegen dessen Kandidatur vor. Mandatsträger Sullivan traute seinen Wählern offenbar nicht zu, das richtige Kreuz zu setzen, und begründete die offizielle Beschwerde damit, dass die Bedingungen der Wahl durch die Dopplung von Vor- und Nachnamen »unfair« seien. Die Wahlkommission Alaskas teilte die Ansicht, wonach zwei Dan Sullivans einer zu viel sind, und strich den anderen Dan Sullivan kurzerhand vom Wahlzettel.
In der Anhörung vor dem Obersten Gericht verteidigte Christopher Murray, Anwalt der Wahlkommission, das Vorgehen und unterstellte Herausforderer Sullivan, mit seiner Kandidatur gezielt Verwirrung zu stiften, um Senator Sullivan Stimmen streitig zu machen. Die Oberste Richterin Susan Carney befand jedoch, dass die Kommission die härtestmögliche Maßnahme ergriffen habe und einen anderen Umgang mit den beiden Sullivans auf dem Wahlzettel finden solle. Sie hatte daher die bahnbrechende Idee, dass zur Unterscheidung der beiden Kandidaten einfach die jeweiligen Initialen des Zweitnamens hinzugefügt werden könnten; für Anwalt Murray indes unzureichend.
Welche Maßnahmen jetzt ergriffen werden, um Dan Sullivan von Dan Sullivan zu unterscheiden, liegt bei der Wahlkommission. Fest steht, dass die Wahlzettel so schnell wie möglich gedruckt werden müssen, und vielleicht ist ein ehrlicher Faustkampf zur Ermittlung, wer denn der einzig wahre Dan Sullivan von Alaska sei, die einfachste und ehrlichste Lösung.
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