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04.06.2026
- → Feuilleton
Vorschlag
Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
»Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,/ Daß ich so traurig bin; / Ein Mährchen aus alten Zeiten, / Das kommt mir nicht aus dem Sinn.« (Heinrich Heine: »Die Lore-Ley«) Bekanntlich heißt Rory eigentlich auch Lorelai, so wie ihre Mutter. Dass Rory nur eine schwerlich gelungene Nachbaute ist, beweist der erste Tag auf dem Campus: Lorelai kehrt um, um der an Heimweh leidenden Tochter beizustehen. Erste organisiert für zweite und deren Kommilitoninnen im Wohnheim eine Party. Mama ist stets die Beste. USA 2003.
→ Gilmore Girls. Der erste Tag. Sixx, 13.50 Uhr
Fast NahrungKaugummi, bestehend aus einer mysteriösen Masse, versalzene Buchstabensuppen und zuckerlastiges Limonadenpulver: Der Mist von anno dazumal ist als Neuauflage auch nicht besser geworden. Im Anschluss: Der Fraß der 80er und 90er. BRD 2024.
→ Besseresser. Sebastian Lege packt aus: Klassiker aus den 70ern. ZDF Info, 15 Uhr
»Houston, wir haben ein Problem!«Wussten Sie’s? Marilyn und James Lovell, hier von Kathleen Quinlan und Tom Hanks gegeben, haben jeweils Cameoauftritte: Sie sitzt im Publikum auf der Tribüne beim Raketenstart, er ist der Navykapitän am Filmende. USA 1995.
→ Apollo 13. Kabel 1, 20.15 Uhr
Erleichterung»Ich schätze, wenn du ein Geist bist, ist das Leben einfach nicht mehr so wichtig.« USA 1995.
→ Casper. Super RTL, 20.15 Uhr
Lustsubjekt40 Jahre, ehe sich Peter Sloterdijk 2016 anschickte, mit seinem Roman »Das Schelling-Projekt« den weiblichen Orgasmus zum »neuronalen Gottesbeweis« zu erklären, nahm sich die feministische Sexualwissenschaftlerin Shere Hite (1942–2020) mit ihrem Report dem allzu oft ausbleibenden Höhepunkt der Frau an. Die Studie, ins Deutsche unter dem Titel »Hite-Report: Das sexuelle Erleben der Frau« gebracht, erfuhr international eine breite Rezeption. Die Doku ist die gekürzte Fassung von »The Disappearance of Shere Hite«. USA 2023.
→ Mythos weibliche Lust: Shere Hite und ihr Sexreport. Arte, 21.40 Uhr
Hymen-HoaxSchmerzhafte »Hymenrekonstruktionen« werden auch hierzulande durchgeführt, und Firmen werben mit Blutkapseln, die einen Riss des »Jungfernhäutchens« beweisen sollen. Alles, um einen jahrhundertealten Irrglauben zu stützen, der Frauen in ihrer sexuellen Selbstbestimmung einschränkt und sie zu Eigentum jenes Mannes degradiert, der als erster Penetrationssex mit ihr hat. BRD 2023.
→ Mythos Jungfernhäutchen. MDR, 22.10 Uhr
Märtyrer der Geselligkeit»Der Künstler ist einmal zum Märtirer des geselligen Lebens erkohren, und wohl dem der seine Bestimmung erfüllt.« Am 5. Juni 1826 starb Carl Maria Friedrich Ernst von Weber mit nicht einmal 40 Jahren in London. Im Anschluss zeigt der Mitteldeutsche die Oper »Der Freischütz« des in Eutin geborenen Romantikers in einer Aufführung von 2002 auf Schloss Friedenstein in Gotha, unter der Leitung des Dirigenten Fabio Luisi. BRD 2026.
→ Zum 200. Todestag von Carl Maria von Weber. MDR, 22.55 Uhr
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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