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Aus: Ausgabe vom 10.04.2026, Seite 16 / Sport
Eishockey

Hilfreiche Lektionen

Am Mittwoch begann die Halbfinalserie der Playoffs in der Deutschen Eishockeyliga
Von Andreas Müller
Eisbären Berlin - Kölner Haie(1).jpg
Guter Start: Marcel Noebels (l.) trifft zum 3:1 für die Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie (Berlin, 8.4.2026)

Die Eisbären Berlin starteten am Mittwoch abend mit einem 6:3-Erfolg über die Kölner Haie in die Halbfinalserie der Playoffs der Deutschen Eishockeyliga (DEL). In der Parallelpartie bezwangen die Mannheimer Adler erst in der Verlängerung den Kontrahenten aus München mit 3:2. Am Freitag treffen die »Big Four« in Spiel zwei erneut aufeinander. Die Serie wird im Best-of-­Seven-Modus ausgespielt. Wer viermal gewinnt, steht im Finale.

Vor allem der ungefährdete Sieg der Berliner vor fast 14.000 Zuschauern gegen den überlegenen Hauptrundenprimus, der sich im Viertelfinale souverän mit 4:0 Siegen gegen die Schwenniger Wild Wigs behauptete, musste überraschen. Der Titelverteidiger, der mit Platz sechs mal gerade so die direkte Qualifikation für die Playoffs schaffte und im Viertelfinale die Straubing Tigers ausschaltete, scheint zum Saisonende immer besser in Schwung zu kommen. Womöglich haben sich die Hauptstädter mit Videos von der Endspielserie des Vorjahres zusätzlich motiviert, als sie die Haie mit 5:1, 1:2 und drei 7:0-Klatschen vom Eis fegten.

»Die Lektion, die wir da gelernt haben, hilft uns dieses Jahr sehr«, ist Haie-Coach Kari Jalonen überzeugt. Der Finne, nach der Hauptrunde zum »DEL-Trainer des Jahres« gekürt, hat inzwischen ein halbes Dutzend »Suomi«-Cracks an Bord, um nach 24 Jahren wieder eine Meisterschaft an den Rhein zu holen. Allen voran Keeper Janne Juvonen, für die Saison 2025/2026 zum »besten Spieler« und zum »besten Torhüter« gewählt. »Es wird eine andere Serie als letztes Jahr«, sagt Eisbären-Stürmer Marcel Noebels. »Wir haben gesunden Respekt vor den Haien und stellen uns auf eine lange Serie ein

Eng dürfte ebenfalls das andere Halbfinale ausgehen, wie schon der Auftakt in Mannheim in der mit 13.600 Zuschauern ausverkauften Arena zeigte. »Die Münchner werden sich ärgern«, befand Adler Justin Schütz danach bei Magenta TV. Er spielte auf reichlich hochkarätige Chancen der Gäste vor allem in der Overtime an, die nicht nutzten. Erfreulich an dieser Partie, dass nur sieben Zwei-Minuten-Strafen gab. Im Unterschied zur ersten K.-o.-Runde, in der es für Mannheim in der Serie gegen Bremerhaven 122 Strafminuten hagelte und für München gegen Ingolstadt gar deren 188, herrschte im Halbfinale Disziplin. Für den traurigen Tiefpunkt der Viertelfinalserie hatte am 31. März der Münchner Fabio Wagner vom EHC München mit einem rüden Check gegen den Kopf des Ingolstädters Edwin Troppmann gesorgt. Der Disziplinarausschuss der DEL brummte dem Übeltäter eine Geldstrafe auf und sperrte ihn für 14 Matches und damit mindestens für den Rest der noch laufenden Saison.

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