Anno ... 15. Woche
1861, 10. April: In Cambridge, USA, gründet der Physiker und Geologe William Barton Rogers das Massachusetts Institute of Technology. Die Universität, die heute zu den weltweit angesehensten zählt, wird nach dem Vorbild polytechnischer Hochschulen in Deutschland und Frankreich aufgebaut. Aufgrund des am 12. April ausbrechenden Bürgerkriegs zwischen den Nord- und Südstaaten der USA werden die ersten Studenten erst 1865 aufgenommen.
1866, 9. April: Der US-Kongress beschließt zum zweiten Mal den »Civil Rights Act«, der allen in den Vereinigten Staaten Geborenen das Bürgerrecht gewährt, und hebt damit ein Veto von Präsident Andrew Johnson auf, das dieser gegen den ersten Beschluss eingelegt hatte. Das Gesetz soll die Rechte auch der schwarzen Bevölkerung garantieren. Die amerikanischen Ureinwohner bleiben jedoch ausgeschlossen und erhalten erst durch den »Indian Citizenship Act« von 1924 das Recht auf die volle Staatsbürgerschaft.
1896, 6. April: In Athen werden die ersten Olympischen Sommerspiele der Neuzeit eröffnet. Bis zum 15. April nehmen 241 Männer aus 14 Ländern an den Spielen teil, die an die Tradition der Olympiade in der griechischen Antike anknüpfen. Der höchste Preis ist eine Silbermedaille und ein Olivenzweig. Nur schrittweise werden in der Folge auch Frauen zugelassen. Aus Protest veranstalten mehr als 100 Athletinnen 1921 mit Erfolg im International Sporting Club de Monaco ihre eigenen Olympischen Spiele.
1906, 7. April: Mit der »Algeciras-Akte« legen die europäischen Großmächte die sogenannte Erste Marokkokrise bei. Seit 1904 war es zu Konflikten zwischen Frankreich, das Marokko als seine Einflusszone betrachtete, und dem Deutschen Reich gekommen. Das Kaiserreich kann zwar seine wirtschaftlichen Interessen durchsetzen, isoliert sich aber politisch.
1906, 8. April: In Italien kommt es zum schwersten Ausbruch des Vesuvs seit 1631. Bei den Eruptionen des Vulkans bricht dessen Spitze ab, er verliert über 200 Meter an Höhe. Der Ausbruch dauert bis zum 22. April an, mehr als 100 Menschen in der Umgebung kommen ums Leben.
1956, 11. April: Habib Bourguiba wird Tunesiens Premierminister. Frankreich hatte zuvor am 20. März die Unabhängigkeit des Landes anerkannt. Am 14. April verabschiedet die konstituierende Versammlung in Tunis den ersten Artikel der neuen Verfassung. Darin heißt es, Tunesien sei »ein freier, unabhängiger, souveräner Staat islamischer Religion und arabischer Sprache«.
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