Zum Inhalt der Seite
Film

Da kommt er

Der iranische Filmemacher Jafar Panahi ist trotz des Krieges und einer drohenden Haftstrafe in sein Heimatland zurückgekehrt. Wie die iranische Tageszeitung Hammihan berichtete, reiste der 65jährige auf dem Landweg über die türkische Grenze ein. Das meldet dpa am Donnerstag. Ein Revolutionsgericht hatte Panahi im Dezember 2025 wegen »Propaganda gegen das System« in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten. Als Beweis führte das Gericht vor allem Panahis jüngsten, heimlich gedrehten Film »Ein einfacher Unfall« an. Das Werk gewann 2025 die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Panahi war von Juli 2022 bis Februar 2023 im Iran inhaftiert. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.04.2026, Seite 10, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!