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Darts

In besten Kreisen

Haltestelle Berlin: Der achte Spieltag der Darts Premier League

Foto: Jan Huebner/IMAGO
Josh Rock in Aktion

Ja, auch im Darts gibt es eine Premier League. Die ist aber keine rein britische Angelegenheit, sondern gibt, wie der gesamte Pfeilwurfsport, im Namen des Weltverbands PDC vor, die Besten der Welt zu präsentieren. Das sind acht Spieler, von denen sind sechs britisch, dazu kommen zwei Niederländer. Keine Frauen. An 16+1 Spieltagen spielen sie an ebenso vielen Orten im K.-o.-System gegeneinander und gastieren vornehmlich in Großbritannien, dazu in Antwerpen, Dublin, in Rotterdam und – tata! – in Berlin.

Dort fand also am vergangenen Donnerstag der achte Spieltag der Premier League statt. Die Bude war voll. 12.000 Zahlende wollten sich den Spaß in der Taxiunternehmen-Arena in Berlin-Friedrichshain geben. Berlin ist dabei erst zum zweiten Mal Gastgeber eines solchen Spieltags, für einen Deutschen im Kreis der Elite hatte es auch dieses Jahr nicht gereicht. Die vier Besten der Weltrangliste spielen mit und gegen weitere vier von der PDC nominierte Spieler und sind es anscheinend immer noch nicht müde, andauernd unter- und gegeneinander zu spielen.

Die Abläufe sind strikt, ein Abend besteht aus sieben Spielen, die jeweils bis sechs Legs, also Spieleinheiten, gehen, anders als bei der WM, die um Weihnachten herum stattfindet. Heißt auch, die Spiele gehen schneller von der Bühne. In Runde eins, dem Viertelfinale, gelang es dem Nordiren Josh Rock erstmals, ein Spiel zu gewinnen, 6:2 ausgerechnet gegen den Ligaführenden Jonny Clayton. Michael van Gerwen entfernte den vorletzten Weltmeister Luke Humphries aus dem Spieltag, bevor er auch den dann wieder unglücklich agierenden Rock eliminierte.

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Im Finale wartete schon Luke Littler, Weltmeister, Nr. 1 der Welt, auf den Niederländer. Der hatte vorher Stephen Bunting nach Hause geschickt und sich gegen den Gian-van-Veen-Bezwinger Gerwyn Price – derzeit in guter Form – knapp durchgesetzt. Im Finale ließ sich Littler nicht lumpen – er spielte erst einen »Big Fish«, also ein Spielende mit 170 Punkten, zum 5:3 und legte dann noch einen zum 6:4 nach. Das war sehr hohe Kunst, denn auch van Gerwen zeigte sich in Berlin in beträchtlicher Form.

Die Ligaführung ging somit auch an Littler, der zur Zeit das Darts nach Belieben zu dominieren scheint. Nächsten Donnerstag geht es zurück auf die Insel nach Manchester. In Berlin will man auch 2027 wieder spielen, mit etwas Glück ist dann auch ein Deutscher dabei. Die Trinkseligen in der Taxiunternehmen-Arena werden so oder so ihren Spaß haben.

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2026, Seite 16, Sport

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