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25.03.2026
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Vom Punkt
Einen wunderschönen guten Morgen! Am Sonntag ging in Quito, Ecuador, die Copa Libertadores Sub-20 zu Ende, die am 7. März gestartet war. Es gab eine echte Sensation: Das Finale gewannen die Santiago Wanderers aus Valparaíso, Chile, gegen den Regattaverein Flamengo aus Rio de Janeiro (Titelverteidiger) mit 5:4 nach Elfmetertreten.
Der Wettbewerb wurde zum zehnten Mal ausgetragen. Die erste Ausgabe im Juni 2011 fand in Peru statt. Der Hauptstadtverein Club Universitario de Deportes sicherte sich den neuen Pott im Finale gegen Argentiniens Vertreter Boca Juniors vom Punkt. Bei den ersten beiden Turnieren nahm noch der Club América aus Mexiko-Stadt teil, der 2011 einen dritten Platz erreichte. 2012 partizipierte als eingeladenes Team auch Atlético Madrid, schied jedoch in der Gruppenphase als Tabellenletzter sieglos aus.
Drei Libertadores wurden bereits in Paraguay gespielt, zuletzt 2025; im Finale verteidigte Flamengo seinen Titel gegen SE Palmeiras vom Punkt. Dass es letztes Jahr bei den »Großen« zum selben Finale kam, ist nicht kurios, sondern unterstreicht die Vorherrschaft der brasilianischen Klubs auf dem Subkontinent. Auch die Vergabe der drei Turniere nach Paraguay verwundert nicht. Dort sitzt vor den Toren der Hauptstadt die Conmebol, der südamerikanische Fußballverband. Auf einen Titel eines paraguayischen U-20-Klubs wartet die noch immer. Seit 2022 wird der Wettbewerb nun einmal jährlich ausgetragen. Der Gewinner qualifiziert sich für den U-20-Interkontinentalpokal und kickt dort gegen den Sieger der UEFA Youth League. Auch dort hat Flamengo die letzten beiden Trophäen eingesackt, 2025 vom Punkt gegen den FC Barcelona. Wer der Gegner der Chilenen wird, steht noch nicht fest. Mitte April werden in Nyon (Schweiz) erst die Halbfinals gekickt, bei denen Benfica Lissabon auf den FC Brügge und Real Madrid auf Paris Saint-Germain trifft. Drei Tage später findet in Lausanne das Endspiel statt. Indes hat sich die Youth League für die UEFA längst zur Goldgrube entwickelt. Das Sechzehntelfinalspiel (!) zwischen dem 1. FC Köln und Inter Mailand (1:3) etwa sahen 50.000 Zuschauer im ausverkauften Rheinenergie-Stadion. Kamen die allen Ernstes wegen der Jecken? In derselben Runde schieden übrigens Titelverteidiger FC Barcelona (bei Maccabi Haifa) und Man City (bei HJK Helsinki) sang- und klanglos aus, yessir: jeweils vom Punkt.
Die Copa Libertadores Sub-20 wurde in drei Vierergruppen gespielt. Flamengo, Palmeiras und Santiago Wanderers gewannen ihre Gruppen ungeschlagen, Club Olimpia aus Asunción erreichte die Semifinals als bester Gruppenzweiter (Tordifferenz). Dort konnte Flamengo die Guaraníes erst kurz vor Schluss niederringen (2:1). Die Santiago Wanderers lagen durch einen frühen Treffer von Riquelme Fillipi zur Pause gegen Palmeiras noch hinten, ehe Torschützenkönig Christian Silva die Chose mittels eines Doppelpacks binnen zehn Minuten richtigstellte.
Im für den chilenischen Fußball historischen Finale, ausgetragen im Stadion von Independiente del Valle, hielt der Keeper der Wanderers, Fabiano Avello, in der ersten Halbzeit einfach alles. Erst in Minute 66 gelang Alan Santos ein Treffer für den Mengão. Doch wie schon im gesamten Turnierverlauf kamen die Caturros erneut zurück. Sebastián Vargas glich noch aus (89.). Beim anschließenden Elferballern versenkten die Jungs von Felipe Salinas dann alles, während João Victor gleich den ersten für den »Fla« verschoss. Erster Titel für Chile! Dritter wurde Palmeiras, ebenfalls vom Punkt, Olimpia verschoss gleich zwei.
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