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29.04.2026
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Wer fliegt, wer nicht
Einen wunderschönen guten Morgen! In Paraguay hat am Freitag die zehnte Südamerikameisterschaft der U17-Juniorinnen begonnen. Sie endet am 9. Mai und qualifiziert vier Länder des Subkontinents für die U17-WM, die in diesem Jahr zum zweiten Mal in Marokko (insgesamt fünfmal hintereinander) und erneut mit 24 Nationen stattfinden wird. Neben den Gastgeberinnen bereits für die WM qualifiziert haben sich Kanada, USA, Mexiko, Puerto Rico (CONCACAF) sowie die OFC-Teilnehmer Neuseeland und Samoa. In Afrika (CAF) ist eine von drei Quali-Runden (Hin- und Rückspiele) abgeschlossen, 31 Länder ermitteln vier WM-Teilnehmer. Liberia (vs. Libyen), DR Kongo (vs. Dschibuti) und Südafrika (vs. Zentralafrikanische Republik) kamen kampflos weiter. Malawi scheiterte als Debütant zweimal gegen Burundi. Die WM-Debütantinnen von 2025, Elfenbeinküste, scheiterten gleich zum Auftakt an Sierra Leone. Die Kamerunerinnen eliminierten Algerien mit einem globalen 11:1. Die Spiele der zweiten Runde finden Ende Mai statt. Nigeria steigt dort erst ein, trifft auf Guinea. Spannung versprechen vor allem die Matches zwischen Senegal und Kamerun sowie Sambia gegen DR Kongo.
Die in China zu kickende Asien-Quali der AFC beginnt morgen, die UEFA-Quali (fünf von acht qualifizieren sich) in Nordirland am 4. Mai. Die deutschen Rekordeuropameisterinnen der Altersklasse (acht Titel, zuletzt 2022, bei den letzten drei EM kamen sie nicht unter die ersten vier) treffen zum Auftakt auf die Vizeeuropameisterinnen aus Norwegen. Spanien (fünf Titel, zuletzt 2024) kickt gegen Finnland (Dritte 2018). Die EM-Titelverteidigerinnen aus den Niederlanden scheiterten bereits in der EM-Quali in Wales Mitte März an Polen mit 3:4. Rekordweltmeister und Titelverteidigerinnen dort sind Nordkorea (vier Titel), Spanien gewann die U17-WM zweimal, die beste deutsche Platzierung war der dritte Platz 2008 bei der ersten WM in Neuseeland. Insgesamt ging der Titel sechsmal nach Asien, dreimal nach Europa. Beste lateinamerikanische Platzierungen sind Vizetitel (Mexiko 2018, Kolumbien 2022 – jeweils Finalniederlagen gegen Spanien).
Zurück ins schöne Paraguay. Fünf der bislang neun Editionen hat Brasilien eingebüchst, zwei gingen nach Venezuela, je eine nach Kolumbien und Paraguay (die letzte). Chile wurde im einzigen Finale des Wettbewerbs 2010 von den Brasucas mit 7:0 verdroschen, ansonsten wird im Ligamodus gekickt, die Uruguayas erreichten so 2012 ebenfalls einen zweiten Platz (ja, hinter Brasilien). Die Gauchas kamen über zwei dritte Plätze (zuletzt 2012) bislang nicht hinaus. Beim Heimturnier in der Andenprovinz San Juan 2018 überstanden die Silberländerinnen mit nur einem Sieg nicht mal die Gruppenphase. Paraguay ist das einzige Land (und Sitz der Conmebol), das den Wettbewerb mehrmals – heuer zum dritten Mal – ausgerichtet hat. Aus den beiden Fünfergruppen qualifizieren sich die beiden ersten, das war’s auch schon. Bei der letztjährigen U17-Südamerikameisterschaft kam es dabei zu der krassen Konstellation, dass in einer Gruppe alle fünf Teams punktgleich bei fünf aus vier Spielen landeten (muss frau erst mal schaffen), alle hatten zweimal Remis gespielt, Argentinien und Venezuela blieben auf der Strecke. Aus dem anschließenden Hexagonal (fällt diesmal weg), ging Brasilien als einziges unbesiegtes Team des Turniers hervor, belegte jedoch nur den zweiten Platz.
In der Gruppe A sind die Gauchas nach vier Punkten gegen die beiden stärksten Teams (2:0 gegen Paraguay, 1:1 gegen Kolumbien) auf WM-Kurs. Der zweite Platz wird sich mutmaßlich im letzten Match zwischen Cafeteras und Guaraníes entscheiden. Brasilien demonstrierte in Gruppe B mit Siegen gegen Venezuela (2:0) und Uruguay (5:3) Dominanz. Mein Tip für den zweiten Gruppenplatz und somit die WM-Teilnahme sind die Elfinnen Ecuadors.
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