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Tierfotografie

Pass bloß auf, Mensch!

Die Drohgebärde eines Käfers, eine Blattwanzenart auf der Unterseite eines Blattes und zwei in einer Steppe kämpfende Saigaantilopen – das sind einige gekürte Motive eines Fotowettbewerbs des Fachblatts BMC Ecology and Evolution. Mit den Aufnahmen geben Forscherinnen und Forscher Einblick in ihre Arbeit.

Hauptgewinner des Wettbewerbs ist das Foto der kämpfenden Saigaantilopen. Charakteristisch für diese Art ist ihre große, röhrenförmige Nase, die Staub filtert und kalte Luft erwärmt. Die Redaktion bemerkte lobend, dass die karikaturhaften Gesichter der Tiere im Widerspruch zur drohenden Gewalt des Fotos stünden. »Saigaantilopen haben die Eiszeit, die Zerstörung ihres Lebensraums und die menschliche Wilderei überlebt. Werden diese Männchen die Brutzeit überleben?«

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Ein weiterer Gewinner ist ein Foto einer frischgeschlüpften Blattwanzenart. Die Tiere sammeln sich auf der Unterseite eines Blattes, um dort geschützt zu sein und durch die höhere Feuchtigkeit besser wachsen zu können. Indem sie als Gruppe zusammenkommen, stärken sie ihren Schutz vor Fressfeinden und verringern die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner zur Beute wird. Außerdem ausgezeichnet wurde das Foto eines Käfers in Drohgebärde. Als der Forscher zum Fotografieren angesetzt habe, habe der Käfer ihn wohl als Feind wahrgenommen und sich plötzlich tiefschwarz und leuchtend gelb gefärbt. Jeder Bewegung des Fotografen sei der Käfer mit dem stierähnlichen Gesicht gefolgt. Dem Fotografen zufolge verpasste er der Linse sogar einen Kopfstoß. Um welche Art genau es sich bei dem Käfer handelt, bleibt vorerst ein Rätsel – denn trotz Rücksprache des Fotografen mit mehreren Experten konnte bislang niemand die Spezies identifizieren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 16.08.2025, Seite 11, Feuilleton

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