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19.06.2025
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Am Anfang
Die jW wusste es sofort: Das Buch kann was.« schreibt uns Comicexperte Marc Hieronimus und hat natürlich recht: Dass die österreichische Zeichnerin Ulli Lust für ihre Graphic Novel »Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte« (Reprodukt) den Deutschen Sachbuchpreis 2025 erhalten hat, können wir nur begrüßen. Zufällig wurde die letzte Literaturbeilage dieser Zeitung zur Leipziger Buchmesse mit Panels aus dem Band bebildert. Am Dienstag abend informierte die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, wer heuer die 25.000 Euro dotierte Ehrung erfährt. Mit ihr wird jährlich ein »herausragendes Sachbuch in deutschsprachiger Originalausgabe, das Impulse für die gesellschaftliche Auseinandersetzung gibt« prämiert.
Wie der Deutsche Buchpreis für Belletristik ist auch der Deutsche Sachbuchpreis eine neue Auszeichnung recht jungen Datums (Erstvergabe: 2021), um den Buchhandel zu unterstützen. Was uns nicht kümmern soll, wenn jemand Würdiges das ganze Geld bekommt. »Der lange Zeit vorherrschende Blick auf den Menschen als Mann ist grundlegend revisionsbedürftig, und das zeigt dieses Buch anhand eines originellen Ineinandergreifens von wissenschaftlichen Erkenntnissen aus Archäologie, Anthropologie und Kunstgeschichte, immer wieder inspiriert von Alltagserfahrungen«, heißt es in der Begründung der Jury. »Mit diesem vielschichtigen Zugang vermag Ulli Lust festgefahrene Vorstellungen aufzubrechen.« Das gelte auch für das Genre des Sachbuchs, das durch die virtuose Verbindung von Bild und Wort auf das Schönste erweitert werde. Ulli Lust (58) lebt in Berlin und ist Professorin an der Hochschule Hannover. (dpa/jW)
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