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Filmgeschichte

Der Pferd heißt Horst

Jeder Dreck ist heute gleich ›Kultbuch‹ und ›Kultfilm‹, auch ohne Bogart o. ä. (…)«, schreibt Eckhard Henscheid in seinem Nachschlagewerk »Dummdeutsch«, das jedem angehenden Schreiber unters Kopfkissen gelegt gehört. Was nicht davon ablenken sollte, dass es derlei tatsächlich gibt – Kunstwerke von eigenem, oft sprödem Charme, die gerade deshalb oft in den Jahren, nachdem sie der Welt geschenkt wurden, weit inniger geliebt und heftiger rezipiert werden als zum Zeitpunkt ihres ersten Erscheinens. Zweifelsohne zählt Peter Thorwarths Komödie »Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding« von 1999 dazu. Ein reichhaltiger Quell ewig erbaulicher Zitate, nicht nur, aber vor allem für Ruhrpott-Bewohner und Leute, die in den 00er Jahren viel gekifft haben.

Bogart spielte zwar nicht mit, aber Ralf Richter, unvergessen als stets gewaltbereiter Knacki »Kalle Grabowski«, der großen Wert auf Monogamie legt. Richter will den Klassiker nach mehr als 25 Jahren als Serie fortsetzen. Er arbeite schon an einem Drehbuch, sagte der Schauspieler (67) am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Dortmund. »Mein Sohn kam auf die gute Idee: Lass uns mal so etwas Ähnliches wie ›Bang Boom Bang‹ drehen. Dann haben wir uns zusammengesetzt, Max und der Regisseur Özgür Arslan, und wir haben dann endlos lange geschrieben«, so Richter bei einem Talkformat. Ein Film sei schwer zu finanzieren, daher habe man die erste Version wieder verworfen – und schreibe nun an einer Miniserie: »Wir sind schon sehr weit damit.«

(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.06.2025, Seite 10, Feuilleton

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