-
29.11.2024
- → Feuilleton
Eichmanns Henker
Der Henker des Naziverbrechers Adolf Eichmann ist tot. Der zuletzt in einer Siedlung im Westjordanland lebende Schalom Nagar ist im Alter von 88 Jahren gestorben, berichteten israelische Medien am Mittwoch. Der aus dem Jemen stammende Mann war 1948 nach Israel eingewandert. Nachdem er den Strafvollzugsdienst verlassen hatte, wurde er religiös. In einem Dokumentarfilm von 2011 sagte Nagar, er habe nach Eichmanns Hinrichtung ein Jahr lang Alpträume gehabt. Eichmann, Organisator des Holocausts, hatte sich nach Argentinien abgesetzt und war dort 1960 vom israelischen Geheimdienst gefasst und nach Israel gebracht worden, wo ihm der Prozess gemacht wurde. Er wurde zum Tode verurteilt und in der Nacht zum 1. Juni 1962 gehängt. Es war das letzte Mal, dass die Todesstrafe in Israel vollstreckt wurde. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!