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Kulturpolitik

Wenig dahinter

Die Well-Brüder Christoph (»Stofferl«) und Michael Well hadern mit der Kulturpolitik in Deutschland und Bayern – und nicht nur mit der. »Die Politik schmückt sich gern mit Kultur. Aber das ist großes Blabla, dahinter ist eigentlich wenig«, sagt Michael Well der dpa in München. Und sein Bruder fügt hinzu: »Nicht einmal die Leuchtturmprojekte hauen hin – Konzerthaus oder so. Ich frage mich, was die überhaupt noch in den Griff kriegen. Das sind einfach Luschen. Ich habe vor 40 Jahren auch nicht CSU gewählt, aber das waren noch andere Köpfe«, sagte er. »Das ist unglaublich. Es ist ein Abbau und ein Stillstand.«

Ihr Album »Bayern unplugged«, das sie gemeinsam mit ihrem Bruder Karl aufgenommen haben und das an diesem Freitag erscheint, ist auch geprägt von der Erfahrung, während der Coronapandemie als Künstler keinerlei Lobby zu haben. Weitere Themen sind der Schneemangel durch Klimawandel, die Frage, ob hierzulande ein menschenwürdiges Altern möglich ist, und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger. »Der Typ ist ein Musterbeispiel für Populismus eigentlich«, sagt Michael Well. »Und das gilt ja auch für die CSU – also zumindest Teile, nicht alle. Und dann noch die Freien Wähler und die AfD. Wenn man das alles zusammenzählt, dann schaut es ganz schön duster aus.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.11.2024, Seite 10, Feuilleton

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