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Mali: Opposition gegen verlängerten Übergang

Bamako. Parteien und zivile Bündnisse im westafrikanischen Mali haben sich gegen eine Verlängerung der militärischen Übergangsregierung um drei Jahre ausgesprochen. Die Ergebnisse des nationalen Dialogs spiegelten in keiner Weise den Willen des Volkes wider, erklärten die wichtigsten politischen Parteien gemeinsam am Sonntag abend. Was den rund 23 Millionen Maliern Sorgen bereite – darunter Zugang zu Wasser, Strom, Jobs, gestiegene Lebenskosten ebenso wie die Einschränkung der öffentlichen Freiheiten –, werde ignoriert. Sie forderten die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung nach einem einvernehmlich festgelegten Zeitplan mit einer neuen institutionellen Architektur. Die vom Militär geführte Regierung unter Assimi Goïta hatte einen dreimonatigen innermalischen Dialog gestartet. Dieser empfahl unter anderem, den Übergang zur Demokratie von zwei auf fünf Jahre bis zur Stabilisierung des Landes zu verlängern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.05.2024, Seite 7, Ausland

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