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Museumslandschaft

Berlin bald modern

Auf Deutschlands aktuell teuerster Kulturbaustelle ist der Grundstein gelegt worden. Damit kommt das inzwischen als »berlin modern« firmierende Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin voran. Bis 2027 soll am Kulturforum unweit des Potsdamer Platzes der rund eine halbe Milliarde Euro teure Bau als siebter Standort der Nationalgalerie fertiggestellt sein.

Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie und auch des künftigen Museums, verwies zur Grundsteinlegung am Freitag auf den dringenden Platzbedarf. Von der etwa 5.000 Arbeiten umfassenden Sammlung können aktuell nur 172 Werke gezeigt werden.

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Das Museum entsteht direkt zwischen Neuer Nationalgalerie und Philharmonie. Entwurf und Überarbeitung stammen von den Schweizer Architekten Herzog und de Meuron, die auch die Hamburger Elbphilharmonie, das Olympiastadion in Beijing und die Münchner ­Allianz-Arena gebaut haben.

Der vom Bund finanzierte Bau verteuert sich mit der Umplanung um knapp zehn auf gut 363 Millionen Euro. Mit Indexsteigerung und Risikokosten summiert sich die Finanzierung auf etwa 450 Millionen Euro. Aus Anlass der Grundsteinlegung zeigt die Neue Nationalgalerie in der großen Halle des ikonischen Baus von Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969) die Videoinstallation »Ready Mix« der US-amerikanischen Künstlerin Lucy Raven. »Schon die Grundsteinlegung soll Kunst sein«, sagte Biesenbach. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2024, Seite 11, Feuilleton

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