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Archäologen finden Steinzeitdorf in Frankreich

Foto: Francois Nascimbeni/AFP/dpa
Ein Brunnen aus dem modernen Neolithikum im französischen Val-Des-Marais bei Reims deutet auf eine Siedlung hin

Épernay. Archäologen haben bei Ausgrabungen gut hundert Kilometer östlich von Paris ein Dorf aus der Steinzeit entdeckt. Forscher Rémi Martineau zufolge stammt die Siedlung in der Region Marais de Saint-Gond bei Épernay aus der Zeit zwischen 3500 und 3000 vor unserer Zeitrechnung. »Dörfer aus dieser Zeit sind in der nördlichen Hälfte Frankreichs und in Belgien nicht bekannt«, sagte er am Montag der Deutschen Presseagentur. Anhand gefundener Tonscherben habe man das Alter relativ genau einschätzen können.

Schon vor einem Jahrhundert waren in der Gegend die ersten archäologischen Funde gemacht worden, sagte Martineau. Das Ergebnis in diesem Sommer war für ihn eine positive Überraschung. »Ich hatte gehofft, dass wir eine Siedlung aus dieser Zeit finden werden, aber diese Siedlung ist außergewöhnlicher als ich es mir vorgestellt habe.« Es gebe dort einen Brunnen und einen großen eingefassten Bereich, um Menschen und Vieh zu schützen.

Die Siedlung ist für Martineau nach den bereits früher entdeckten Minen und Grabstätten nun »das letzte Stück«, was noch gefehlt hat. »Das wird uns ermöglichen, zur gesellschaftlichen Organisation, zur wirtschaftlichen und territorialen Organisation zu arbeiten, dazu, wie die Menschen untereinander und zwischen den verschiedenen Orten funktioniert haben.« (dpa/jW)

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Erschienen am 29.08.2023, Feuilleton

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