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Festivalfilm

Leoparden küsst man doch

Beim diesjährigen Internationalen Filmfestival Locarno geht der Hauptpreis, der Goldene Leopard, an ­»Mantagheye Bohrani« (»Critical Zone«) des iranischen Regisseurs Ali Ahmadzadeh. Die iranisch-deutsche Koproduktion zeigt in verschlüsselten Bildern die Nachtseite des Alltagslebens in Teheran.

Für die internationale Gemeinschaftsproduktion ­»Stepne« (»Steppe«) wurde die in Kiew und Berlin lebende ukrainische Regisseurin Marina Wroda mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Der Spielfilm erzählt vom Landleben in ihrer Heimat fernab des Krieges. Die deutsche Filmemacherin Katharina Huber wurde im Nachwuchswettbewerb für ihr Gesellschaftspanorama »Ein schöner Ort« als beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet. Die Hauptdarsteller des ebenfalls in diesem Wettbewerb gezeigten deutschen Spielfilms »Touched«, Isold Halldórudóttir und Stavros Zafeiris, wurden für ihre schauspielerischen Leistungen geehrt.

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Im Experimentalfilmwettbewerb wurde das in dänisch-deutscher Gemeinschaftsproduktion realisierte 15minütige Drama »En Undersøgelse af Empati« (»A Study of Empathy«) von der deutschen Regisseurin Hilke Rönnfeldt als bester Kurzfilm ausgezeichnet. Die Preise wurden am frühen Sonnabend nachmittag verliehen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2023, Seite 11, Feuilleton

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