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Raubkunst

Malen und zeigen

Das Grassi-Museum für Völkerkunde in Leipzig zeigt nach einer Unterbrechung wieder Benin-Bronzen. Die Objekte, die in der Kolonialzeit nach Deutschland gekommen waren, wurden dafür in einen besonderen Kontext gestellt. Der nigerianische Künstler Enotie Paul Ogbebor hat sich in einer Malperformance mit den Kulturgütern auseinandergesetzt. Die so entstandenen Bilder werden zusammen mit den Bronzen gezeigt. Dies sei ein erstes Fenster in die Zukunft, wie eine Zusammenarbeit bei den Benin-Bronzen aussehen könnte, sagte Direktorin Léontine ­Meijer-van Mensch am Donnerstag. Sachsen verfügt nach Berlin über den zweitgrößte Bestand in Deutschland. Die 262 Objekte stammen großteils aus britischen Plünderungen 1897 im Palast des damaligen Königreichs Benin. In diesem Sommer hatten sich die Bundesrepublik und Nigeria auf einen Weg zur Rückführung der geraubten Objekte geeinigt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.12.2022, Seite 11, Feuilleton

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