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BDI drängt auf Koalition gegen China

Berlin. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) fordert von der Bundesregierung ein schärferes Vorgehen im Umgang mit China: »Wer vom freien Zugang zu unserem Markt weiter profitieren will, muss sich an Grundregeln halten und auch seinen eigenen Markt öffnen«, sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Sonntag zu dpa. »Ich bin optimistisch, dass sich eine internationale Koalition für den richtigen Umgang mit Peking schmieden lässt«, sagte Russwurm. Innerhalb der EU sei der Konsens relativ breit, auch mit den USA sowie Ländern wie Australien, Neuseeland, Japan und Kanada gebe es große Übereinstimmung. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2021, Seite 5, Inland

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  • Achim Lippmann aus Shenzhen/China 8. Sept. 2021 um 11:34 Uhr
    Siegfried Russwurm sollte als Berater von Biden anheuern. Biden braucht Spezialisten wie den Siggi, die weltweite Koalitionen gegen China basteln wollen und können. Siggi sollte sein Glück aber erst einmal in Europa probieren. Deutschland wird also keine Hochgeschwindigkeitszüge mit 1.000 km/h, Chips, E-Autos nach China liefern oder nur unter Bedingungen? Deutsche Bauunternehmen, die sich in Berlin-Schönefeld bewährt haben, dürfen keine Flughäfen in China bauen? Man staunt kurz nach Afghanistan über den starken Optimismus, der da in Topunternehmerkreisen offenbar herrscht!
    Der Wille ist da. Und der Verstand auch?
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