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Anthropologie

Neue Hautfarbe

Eine im Neanderthal-Museum in Mettmann ausgestellte Neandertalerfigur soll eine dunklere Hautfarbe bekommen. Forschungen der vergangenen Jahre legten nahe, dass die Urmenschen wohl keinen so bleichen Teint gehabt hätten wie vielfach in Nachbildungen dargestellt, sagte Museumsdirektorin Bärbel Auffermann am Freitag. »Deshalb wollten wir ihm eine dunklere Hautfarbe geben. Er ist schon fertig und steht im Keller.« Die bekannte Nachbildung eines freundlich lächelnden älteren Mannes mit Speer, ein Markenzeichen des Museums, werde ab Oktober in der Dauerausstellung mit neuer Hautfarbe zu sehen sein, so Auffermann. Man wisse, dass zumindest der Homo sapiens – direkter Vorfahre der heutigen Menschen – bis vor 7.000 Jahren eine dunklere Haut hatte. Daher sei es plausibel, dass dies auch auf die Neandertaler zutreffe, die als Jäger und Sammler fast ständig dem Sonnenlicht ausgesetzt waren und zudem viel Vitamin D über die Nahrung aufnahmen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 07.08.2021, Seite 10, Feuilleton

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