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Mehr als 20 Geflüchtete nach Bootsunglück vor Tunesiens Küste vermisst

Foto: Bruno Thevenin/AP/dpa

Tunis. Nach einem erneuten Bootsunglück vor der Küste Tunesiens werden mehr als 20 Menschen vermisst. Ein Boot mit etwa 100 Menschen an Bord sei gesunken, sagte ein Sprecher des Tunesischen Roten Halbmonds am Mittwoch gegenüber dpa. Aus dem Wasser seien bisher zwei Todesopfer geborgen worden. Am Dienstag hatten die tunesische Marine und Arbeiter einer Ölförderplattform rund 70 Menschen gerettet, die mit dem Holzboot am Sonntag von Libyen aus losgefahren waren.

Laut dem Roten Halbmond in der tunesischen Provinz Medenine sind die Lager für Geflüchtete in der Region »auf beispiellose Weise überfüllt«. Dort seien innerhalb weniger Tage 500 Flüchtende eingetroffen. Die rund 70 Geretteten stammten unter anderem aus dem Sudan und Eritrea.

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Jedes Jahr wagen Tausende Menschen die lebensgefährliche Fahrt über das Mittelmeer. Sie legen häufig aus den nordafrikanischen Ländern Libyen und Tunesien in Richtung Europa ab, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Auf dieser Route kamen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge seit Jahresbeginn mehr als 170 Menschen ums Leben, etwa 460 werden vermisst. (dpa/jW)

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Erschienen am 03.06.2021, Ausland

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