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23.09.2026, 19:19:20
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London gibt Chagos-Inseln vorerst nicht zurück
London. Die britische Regierung hat die Vereinbarung über die geplante Rückgabe der Chagos-Inseln an Mauritius nach Kritik aus den USA verworfen. In seiner jetzigen Form könne die Abmachung über den im Indischen Ozean gelegenen Archipel nicht umgesetzt werden, sagte Verteidigungsminister Wes Streeting am Mittwoch in einem BBC-Interview. Als Grund dafür nannte er mangelnde Unterstützung aus den USA. Zuvor hatte Trump die Abmachung nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister Andy Burnham am Rande der UN-Vollversammlung in New York als »furchtbar« bezeichnet.
Der Plan sieht vor, dass die größte Insel Diego Garcia, auf der Großbritannien und die USA eine gemeinsame Luftwaffenbasis betreiben, noch mindestens 99 Jahre unter britischer Kontrolle bleiben soll. Dafür sollen die Briten über die Jahre eine Milliardensumme zahlen. Der Luftwaffenstützpunkt gilt als strategisch bedeutsam für US-Militäraktionen in der Region. Der Chagos-Archipel wird bereits seit Jahrzehnten von Mauritius beansprucht. Er wurde 1965 von der früheren britischen Kolonie abgespalten, drei Jahre vor der Unabhängigkeit des Inselstaates im Indischen Ozean. Die Einwohner wurden damals zwangsweise umgesiedelt, größtenteils nach Mauritius. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag und auch die Generalversammlung der Vereinten Nationen unterstützen den Anspruch von Mauritius auf den Chagos-Archipel. (dpa/jW)
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