Zum Inhalt der Seite

Spontandemo gegen »Syndikat«-Räumung

Berlin. Im Anschluss an die von einem Großaufgebot der Berliner Polizei durchgesetze Zwangsräumung der Kiezkneipe »Syndikat« hat sich am Freitag abend gegen 21 Uhr erneut Protest formiert. Anlässlich des »Tages X« hatten Aktivisten rund vier Stunden zuvor zu einer Spontandemonstration auf dem Richardplatz als Zeichen der Solidarität mit der Neuköllner Kneipe aufgerufen, wie der »Interkiezionale Aktionsticker« im Internet dokumentiert. Einem Onlinebericht des ­Tagesspiegels von Freitag abend zufolge hätten Aktivisten Pyrotechnik gezündet. Auch sollen Steine in Richtung der Polizeikräfte geworfen worden sein. Die Beamten hätten demnach eine Kette gebildet, die einzelne Demonstranten zu durchbrechen versucht haben sollen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und umkesselte die rund 300 Demonstrationsteilnehmer. Weitaus mehr Menschen hätten sich in den anliegenden Seitenstraßen versammelt. Erst nach circa einer Stunde sei der Kessel wieder aufgelöst worden, woraufhin die Spontandemo sich aufgelöst habe. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 10.08.2020, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!