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EU-Kommission: Jüdische Einrichtungen schützen

Brüssel. Nach dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle hat die EU-Kommission alle Mitgliedsstaaten aufgerufen, Synagogen und andere jüdische Einrichtungen ausreichend zu schützen. Ein entsprechendes Schreiben sei an alle EU-Staaten geschickt worden mit der Aufforderung, die Kosten dafür zu übernehmen, sagte die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). »Es gibt eine Reihe von Staaten, die Nachholbedarf haben.« Derzeit müssten jüdische Gemeinden teilweise die Hälfte ihres Budgets für Sicherheitsmaßnahmen ausgeben. »Bislang ist das Engagement der Staaten zum Teil begrenzt«, sagte die Antisemitismusbeauftragte. Die EU-Mitgliedsstaaten hätten sich schon im Dezember 2018 dazu verpflichtet, jüdische Einrichtungen zu schützen. Bis 2020 soll jedes EU-Land eine Strategie gegen Antisemitismus haben. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.10.2019, Seite 1, Ausland

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