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Ärztepräsident: Patienten sollen zahlen

Berlin. Der neue Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, tritt für eine finanzielle Selbstbeteiligung von Patienten gegen übermäßig häufige Arztbesuche ein. »Bei mehrfachen und völlig unnötigen Arztbesuchen kann eine moderate wirtschaftliche Beteiligung zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit unseren knappen Ressourcen im Gesundheitswesen beitragen«, sagte Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitag). »Nicht jeder Besuch beim Arzt ist notwendig und sinnvoll.« So gebe es Menschen, die zwei oder drei Hausärzte hätten und sich regelmäßig eine zweite oder dritte Meinung einholten. »Das geht nicht«, sagte Reinhardt. Mit kleinen Geldbeträgen ließe sich das Verhalten der Patienten verändern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.06.2019, Seite 2, Inland

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