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Anno… 16. Woche

1949, 18. April: Mit dem Austritt aus dem britischen Commonwealth of Nations wird die 1937 proklamierte Irische Republik von Großbritannien offiziell anerkannt. Gleichzeitig verabschiedet das Parlament in London ein Gesetz, das die Zugehörigkeit Nordirlands zum Vereinigten Königreich garantiert. Der Irische Freistaat hatte 1921 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erlangt.

1959, 15.–29. April: Der neue kubanische Staatschef Fidel Castro besucht auf Einladung der Society of Newspapers Editors New York, wo er begeistert empfangen wird. Bei zahlreichen öffentlichen Auftritten in verschiedenen Städten distanziert sich der Revolutionär, dessen Bewegung »26 de Julio« im Januar den von den USA unterstützten Diktator Fulgencio Batista gestürzt hat, vom Kommunismus. US-Vizepräsident Richard Nixon, mit dem er am 22. April in Washington zusammentrifft, sieht darin allerdings lediglich Rhetorik und wirft Castro vor, sich in Kuba eng mit der lokalen Kommunistischen Partei verbündet zu haben. Im Anschluss an das Treffen ordnet Nixon an, Pläne für den Sturz Castros vorzubereiten. Damit nimmt die lange Reihe von Einmischungen und Putschversuchen der CIA in Kuba ihren Anfang.

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1979, 17. April: Die nach dem autonomen Tunix-Kongress im Januar 1978 in Westberlin gegründete Tageszeitung erscheint erstmals täglich. Die sich als »tägliches Gegengift« zum bürgerlichen Journalismus verstehende Zeitung sieht sich als Sprachrohr der außerparlamentarischen Bewegung und pflegt enge Beziehungen zu den kurze Zeit später gegründeten Grünen.

1999, 19. April: Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) eröffnet in Berlin das neue Reichstagsgebäude als künftigen Sitz des Bundestags, nachdem er zuvor symbolisch die Schlüssel aus den Händen des Architekten Sir Norman Foster erhalten hat. Die anschließende Bundestagssitzung in dem neuen Gebäude, die dem Stand der deutschen Einheit gewidmet ist, steht ganz im Zeichen des Jugoslawienkriegs. Wolfgang Schäuble (CDU) erklärt, die Bundesrepublik sei mit der Wiedervereinigung »erwachsen geworden« und spricht von der neuen »Verantwortung«, die daraus entstehe. Im Kosovo, so Schäuble, verteidige die NATO »Frieden und Freiheit«.

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Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2019, Seite 15, Geschichte

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