-
14.12.2018
- → Feuilleton
Die Engel sind mit uns. Wahre Tierrechte (60)
.
Die Tiere wussten nicht, ob der Verhaltenskodex jetzt brandenden Applaus oder ergriffenes Schweigen gebot und schwiegen fürs erste; Melissa bemerkte die kurze Irritation und zog das Tempo an. »Keine Angst, ich werde hier nicht die Spielverderberin machen, sondern nur sagen: Nach so einem großartigen Anfang müssen wir weitermachen! Wir haben eine Schlacht gewonnen, aber noch nicht den Krieg! Bis jetzt hat uns das Überraschungsmoment geholfen; die andere Seite hat uns einfach nichts zugetraut und entsprechend mit nichts gerechnet. Jetzt sind unsere Feinde gewarnt, und ich bitte euch alle weiterzumachen. Wir wollen kein Glücksplüsch als Kaufanreiz für saturierte Bürger sein. Wir definieren, wer wir sind, wir unterwerfen uns nicht, wir sprechen für uns selbst! Es geht gerade los; der richtige Spaß kommt erst noch!«
Ihr Gefühl für Timing hatte sie nicht verlassen. In den anschwellenden lauten Jubel hinein rief sie noch: »Und jetzt lasst uns die Welt für einen Abend aus den Angeln heben! Die Engel sind mit uns! Und Bauer Jochen lebe hoch!« Jochen hörte das, sagte hastig zu Lia: »Ich kucke mal schnell nach Andreas« und sah zu, dass er Land gewann. Sich hochleben lassen war nicht seine Art, und die Party würde auch ohne ihn ein Erfolg werden.
Fortsetzung folgt
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!