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Die Rettung. Überraschendes zur Hessenwahl

Nach neuesten Umfragen erhält die SPD bei der hessischen Landtagswahl am Wochenende nur noch 14 bis 15 Stimmen. Im Vergleich zu 30,7 Prozent bei der Landtagswahl 2013 ein durchaus bedeutender Rückgang an Zustimmung. Die Berliner SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli wollte sich zu den aktuellen Umfragewerten wegen eines dringenden Termins bei ihrem Uhrmacher nicht äußern. Aus unerklärlichen Gründen erreicht die SPD ihre Stammwählerschaft nicht.

Auch die CDU befindet sich vor der Hessenwahl in Sorge. Kanzlerin Merkel schlug vor, das Emissionsschutzgesetz so zu verändern, dass Dieselfahrverbote in abgasbelasteten Städten wie Frankfurt erschwert werden. Künftig werden die Grenzwerte den aktuellen Dieselabgaslügen der Automobilindustrie umgehend angepasst. Als zweite Sofortmaßnahmen bekommt Volker Bouffier umgehend ein neues Toupet verpasst. Wahlforscher haben ermittelt, dass passende Frisuren und ein attraktiveres Erscheinungsbild des Führungspersonals eine Langweilerpartei (zum Beispiel die Grünen) in einem halben Jahr von der Unsympathenverbotsvereinigung (Roth, Künast) zu einer dynamischen Wohlfühlvolkspartei (Habeck, Baerbock) umformen kann.

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.10.2018, Seite 11, Feuilleton

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