Zum Inhalt der Seite

Labbrige Stücke

Der argentinische Künstler Eduardo Navarro zeichnet in seiner Ausstellung »Into Ourselves« im Drawing Center in New York mit speziellen Stiften, deren Tinte essbar ist, auf dünnem Reispapier. Garniert mit Kräutern, Rosinen oder Zimtstangen, kocht er diese Zeichnungen nach und nach in eine Gemüsesuppe ein und bietet diese den Besuchern an. Mit »Into Ourselves« (In uns selbst hinein) soll künstlerische Ästhetik auch durch Magen und Stoffwechsel erfahrbar werden. In der Suppe haben die Arbeiten allerdings kaum Eigengeschmack und wandern als labbrige Stücke in den Mund. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 10.04.2018, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!