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Dusan Deak

Schlechte Nachrichten

Schlechte Nachricht für alle Dieb*innen, Mörder*innen und Kontoinhaber*innen bei Banken und Sparkassen. Sie müssen sich dem Sprachdiktat der Geldinstitute beugen.

Das hat die Gesetzgeber*in (Bundesgerichtshof) in zweiter Instanz gegen die 80jährige Marlies Krämer (Foto) entschieden. Die Formularsprache der Banken und Sparkassen darf männlich bleiben. Krämer muss sich weiterhin von ihrer Sparkasse als »Kunde« und »Kontoinhaber« (statt geschlechtsgerecht Kund*in) beschimpfen lassen.

Damit will sich die streitbare Saarländerin nicht zufriedengeben und beim Verfassungsgericht widersprechen. Wenn nötig bis zum Gottesurteil.

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In den 90ern ist es Marlies Krämer gelungen, sich erfolgreich gegen das geschlechter­ungerechte Wetter durchzusetzen. Dass wir atlantische Sturmtiefs Walter, Holger, Kevin oder Karl-Heinz nennen dürfen, ist ihr Verdienst.

Im nächsten Schritt will Marlies Krämer Werke von Schiller, Goethe und den Geschwistern Grimm geschlechtergerecht nachlektorieren lassen. Darin wird sie von der Leiterin der Duden-Redaktion Kathrin Kunkel-Razum unterstützt. Später sind die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, der Koran und die Bibel samt Thora dran.

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.03.2018, Seite 11, Feuilleton

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