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Literaturbetrieb

Grass zu haben

Der angesehene Göttinger Steidl-Verlag hat das vorläufige Insolvenzverfahren verlassen. Anfang des Monats hatte das Amtsgericht Göttingen das Verfahren eröffnet. Nun seien alle offenen Forderungen beglichen worden, teilte das Amtsgericht mit. Das habe der Gläubiger bestätigt. Nach Angaben aus dem Büro des Braunschweiger Rechtsanwalts Stefan Liese, der als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt war, ging es unter anderem um unbezahlte Sozialabgaben. Der Steidl-Verlag war auch dafür bekannt, seit 1993 die weltweiten Rechte am Werk von Günter Grass zu halten. Doch die Günter-und-Ute-Grass-Stiftung beendete die Zusammenarbeit im Mai, weil sich der Verlag wiederholt im Zahlungsrückstand befunden habe, wie eine Sprecherin der Stiftung Mitte der Woche erklärte. Der Verlag hatte die Grass-Rechte seit 1993 gehalten. Die Stiftung führt nun Gespräche mit anderen Verlagen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.07.2026, Seite 10, Feuilleton

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