Zum Inhalt der Seite

EU macht Druck auf US-Onlineriesen

Brüssel. Im Streit um die Nutzungsbedingungen von Facebook, Google und Twitter macht die Europäische Kommission Druck. Die US-Konzerne müssten ihre Geschäftsbedingungen noch stärker in Einklang mit EU-Gesetzen bringen, forderte Justizkommissarin Vera Jourova am Donnerstag in Brüssel. Die bisher eingereichten Vorschläge der Unternehmen seien unzureichend.

»Der EU-Verbraucherschutz muss respektiert werden«, sagte Jourova. Zwar machten einige Firmen ihre Websites inzwischen nutzerfreundlicher, räumte die Kommissarin ein. Es sei aber inakzeptabel, dass dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist und so lange dauere. Die Kommission hat vor allem Bedenken bei Fragen der Haftung. Moniert wird aber auch die Art, wie die Dienstleister die Kunden über das Löschen von Inhalten und das Kündigen von Verträgen informieren. (Reuters/jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2018, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!