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Schienenmaut

Bundesnetzagentur erhöht Trassenentgelte für Regionalverkehr deutlich

Foto: Stefan Sauer/dpa
Benutzung kostenpflichtig: Gleise am Bahnhof von Stralsund

Bonn. Die Bundesnetzagentur hat infolge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs die Trassenentgelte für den Regionalverkehr in Deutschland deutlich erhöht. 2026 steigen die Entgelte für Regionalverkehrsunternehmen um insgesamt 400 Millionen Euro, wie die Bonner Behörde am Mittwoch mitteilte. Im Gegenzug wird der Fern- und Güterverkehr um dieselbe Summe entlastet.

Für die Nutzung der Schienen zahlen Bahnunternehmen an die Bahn-Töchter DB InfraGO und DB RegioNetz Infrastruktur. Bislang waren Steigerungen dieser Trassenpreise für den Regionalverkehr gedeckelt, Kostensteigerungen trugen daher primär der Fern- und Güterverkehr. Eine Klage dagegen wurde im März höchstrichterlich vom EuGH in Luxemburg entschieden; dadurch wurde das System gekippt.

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Dieses Urteil setze die Bundesnetzagentur nun um, erklärte sie. Für die Regionalverkehrsunternehmen ergibt sich demnach für die ursprünglich für das Jahr 2026 genehmigten Trassenpreise eine durchschnittliche Erhöhung um neun Prozent. Für den Fernverkehr sinken die Kosten um 17 Prozent und für den Güterverkehr um zwölf Prozent.

Verkehrsunternehmen hatten nach dem Urteil im März vor möglichen Folgen wie weniger Nahverkehrslinien, höheren Ticketpreisen oder längeren Wartezeiten im Regionalverkehr gewarnt. Vom Verkehrsministerium forderten sie mehr Tempo bei einer grundsätzlichen Reform des Trassenpreissystems. (AFP/jW)

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Erschienen am 23.07.2026, Kapital & Arbeit

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