Spanische Hotelketten verlassen Kuba
Madrid. Auf Kuba wird es künftig keine spanischen Hotelunternehmen mehr geben. Obwohl sie in den vergangenen 30 Jahren die dominierenden Konzerne der Branche waren, gaben die Ketten Meliá, Iberostar und Barceló schließlich bekannt, ihre gesamte Tätigkeit auf der Insel einzustellen, wie La Jornada am Dienstag berichtete. Als erste gab die Meliá-Gruppe offiziell ihre Entscheidung bekannt. Sie verfügt über 34 Hotels in Kuba und ist mit Abstand das dominierende Unternehmen der Branche, insbesondere in den Städten und Orten mit dem größten Touristenaufkommen. Sie werde ihre Präsenz auf der Insel diesen Freitag beenden. In ihrer Erklärung weist die Gruppe darauf hin, dass dies auf die »erheblichen betrieblichen, rechtlichen sowie wirtschaftlich-finanziellen Schwierigkeiten« im Land infolge der US-Blockade zurückzuführen sei. Die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen seitens der Regierung von Donald Trump veranlasste auch die Iberostar-Gruppe dazu, »kein Hotel in Kuba mehr zu betreiben oder zu vermarkten«. Das Unternehmen unterhielt Anfang des Jahres noch 18 Hotels auf Kuba. Am Montag schloss es die zuletzt noch betriebenen sechs. Auch die Barceló-Gruppe teilte mit, dass sie auf der Insel kein Hotelgeschäft mehr betreibe. (jW)
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