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US-Verteidigungsminister besucht Israel

Tel Aviv. US-Verteidigungsminister James Mattis hat am Freitag seinen Amtskollegen Avigdor Lieberman in Israel getroffen. Während seiner Visite wandte er sich in scharfem Ton gegen Syrien und den Iran. »Der Iran bedroht weiterhin Israel und seine Nachbarstaaten mit Raketen«, erklärte Mattis in Tel Aviv. »Wir sehen die Notwendigkeit, den destabilisierenden Aktivitäten des Irans entgegenzutreten.« Das Land bedrohe Israel und andere Länder auch mit Cyberaktivitäten und durch die mit ihm verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah. Zudem behauptete Mattis erneut, dass die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad weiterhin über Chemiewaffen verfügt. Daran gebe es »keinen Zweifel«. Er warnte Assad davor, diese einzusetzen. Ein israelischer Militärvertreter behauptete ebenfalls, nach israelischen Erkenntnissen verfüge Syrien noch über »mehrere Tonnen« Chemiewaffen. Beweise für ihre Anschuldigungen legten beide nicht vor. Syriens Regierung bestreitet energisch, seit der unter UN-Aufsicht erfolgten Vernichtung alter Bestände noch Chemiewaffen zu besitzen. Außerdem habe sie diese niemals eingesetzt. Mattis bereist bereits seit Dienstag den Nahen Osten.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.04.2017, Seite 2, Ausland

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