Zum Inhalt der Seite

Tarantel, Kolik

In Wien gibt es ihn noch immer, den Werkkreis Literatur der Arbeitswelt (oder heute zutreffender »Arbeitslosenwelt«). Die Wiener Werkstatt und einige noch immer in Deutschland existierende Werkstätten (Berlin, Darmstadt, Hamburg, Köln, München und Nürnberg) werden betreut von der Redaktion in Wien (Renate Mocza und Gerald Grassl), die noch immer monatlich (zweimal als Doppelnummer) in einer Auflage von 500 Stück die Zeitschrift Tarantel produziert. In der aktuellen Ausgabe gibt es einen Bericht zu Otto Kobalek (1930–1995), dem österreichischen Arbeiterdichter, und Erwin Riess erzählt über’s Wiener Riesenrad im Prater. Eine Homepage gibt es nicht. Wer also diese Zeitschrift lesen will, die viel zur Kultur von unten zu berichten weiß, der wende sich an Gerald Grassl, Vivariumstraße 8/4/18, A-1020 Wien, tarantel-wien@gmx.at.

Auch die 1997 gegründete Kolik wird weitergeführt. Soeben ist die 70. Ausgabe erschienen. Neben dem Dossier »Zentralmatura« (zentrales Abitur) gibt es ein Kurzstück »Was wir wollen« von Teresa Dopler, viel Prosa und Lyrik und einen Text von Thomas Rothschild: »Das ändert sich so lange nicht, bis es geändert wird«, ist ein sehr persönlicher Erinnerungstext an Franz Josef Degenhardt, mit dem Rothschild seit dem Jahre 1969 befreundet war. Dieter Braegwww.kolik.at

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!