Zum Inhalt der Seite

Nur wenige überprüfen ihre Miete

Berlin. Nur knapp jeder dritte Mieter in Deutschland hat schon einmal mit Hilfe des Mietspiegels geprüft, ob er zuviel für seine Wohnung zahlt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Im Falle einer überhöhten Miete würden demnach nur 13 Prozent der Befragten gegen den Vermieter klagen. Gemäß der vor gut einem Jahr eingeführten Mietpreisbremse darf bei neuen Verträgen das verlangte Entgelt maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. In Hamburg, München, Frankfurt am Main und Stuttgart waren bis Anfang Oktober keine einschlägigen Klagen an Amtsgerichten eingegangen. In Berlin waren es zu dem Zeitpunkt sechs – dort war eine Entscheidung bekannt: Eine Mieterin erhält zuviel gezahlte Miete zurück. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.11.2016, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!