Zum Inhalt der Seite

Angst und Alltag

Der im Exil lebende türkische Journalist Can Dündar sieht sein Heimatland auf dem Weg zur »islamischen Diktatur«. Leider seien Deutschland und dem Westen »Alltagsinteressen« wie das zum Scheitern verurteilte Flüchtlingsabkommen mit Ankara wichtiger, sagte Dündar auf der Frankfurter Buchmesse. Der ehemalige Chefredakteur der Tageszeitung Cumhuriyet war im November 2015 nach Enthüllungen der Zeitung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Nach seinen Angaben sind derzeit rund 130 Journalisten im Gefängnis. Eine »Wolke der Angst« liege über dem Land, sagte Dündar. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!