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Nachschlag: Bruder Nummer eins

→ Dune 2. Sa., 20.15 Uhr, ORF 1

Foto: IMAGO/Landmark Media
Nur Schwarz und Weiß: Die Welt der Harkonnen

Im Land der Raketenwürmer, Arrakis, wo man das Spice erntet, wird aus der von David Lynch einst glattgebügelten Heldenreise des Paul Atreides, was Frank Herbert mal im Sinn hatte: die Zerlegung eines Heldenbilds. Spice ist der Treibstoff des Universums, unabdingbare Droge in einer Welt, wo es seit Butlers Dschihad keine smarte Technologie mehr geben darf, hohe Rechenleistungen also von biologischen Wesen erledigt werden müssen. Arrakis ist ob des Bodenschatzes begehrt, die indigene Bevölkerung in die Sandweiten abgedrängt. Im Widerstand gegen die koloniale Ausbeutung findet, wie üblich, Verschiedenes zusammen: progressive Antiimperialisten und religiöse Fanatiker. Dass die Religion der Bene Gesserit einst von den Besatzervölkern nach Arrakis gebracht wurde, stört die tiefgläubigen Kämpfer nicht. Wie auch Pauls Herkommen nicht. Er wird ihr White Savior (späterhin oft kopiert: John Smith, John Dunbar, Nathan Algren, Jake Sully). Im Rausch von Spice und politischem Wahn wird Paul jenen Besatzern, die er zu bekämpfen glaubt, immer ähnlicher. (fb)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.08.2026, Seite 14, Feuilleton

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