Endlich baden gehen
Das temporäre Schwimmbad vor der Berliner Volksbühne ist nach tagelanger Schließung und Debatten um eine abgesagte Veranstaltung mit einem Verein der schwarzen Community wieder offen. Das »solidarische Anbaden« begann am Sonnabend um zwölf Uhr. Seit etwa einer Woche und noch bis Anfang Oktober steht vor der Volksbühne, einem der wichtigsten Theater Deutschlands, ein 25 Meter langes und 1,30 Meter tiefes Freibad, das sogenannte Volksbad. Der Eintritt ist kostenlos, Tickets können vorab gebucht werden. Sonntag und Montag sind Ruhetage, am Dienstag geht die Aktion weiter. Intendant Matthias Lilienthal versteht das Projekt auch als politischen Protest gegen verfallende Infrastruktur in der Stadt. Seit dem vergangenen Dienstag war das »Volksbad« allerdings zu. Zuerst verhinderten defekte Duschen den Badebetrieb. Dann sagten die Volksbühne und der Verein »Each One Teach One« eine für Freitag geplante Veranstaltung ab: Dabei sollten exklusiv Menschen der schwarzen Community – insbesondere Kinder und Jugendliche – vor dem Theater schwimmen können. Vorausgegangen waren teils rassistische Diskussionen und Drohungen. (dpa/jW)
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