-
19.10.2016
- → Inland
Zahl versuchter Tötungen durch Neonazis steigt
Berlin. Neonazis waren in diesem Jahr für mehr versuchte Morde und Totschlagsdelikte verantwortlich als in den Jahren davor. Bis Anfang Oktober habe die Polizei bundesweit elf versuchte Tötungsdelikte von rechtsextremen Tätern registriert. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage einer Linke-Abgeordneten hervor, über die der Tagesspiegel (Mittwochausgabe) berichtet. Viermal sei 2016 eine Tat als versuchter Mord, weitere siebenmal als versuchter Totschlag gewertet worden. Im gesamten vergangenen Jahr seien nur sieben solcher Delikte registriert worden, 2014 einer. Die Übergriffe in diesem Jahr ereigneten sich in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und im Saarland. Mehrere Attacken hätten sich gegen Flüchtlinge und andere Migranten gerichtet. In einem Fall sei das Opfer ebenfalls aus der rechten Szene gekommen. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!