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Athen räumt Piräus und Idomeni

Athen. Die griechische Regierung will bis zum Wochenende die beiden großen provisorischen Flüchtlingslager im Hafen Piräus sowie bei Idomeni an der Grenze zu Mazedonien räumen. Die Migranten würden in arabischer Sprache aufgefordert, mit bereitgestellten Bussen in die offiziellen Auffanglager zu fahren, meldete das Staatsfernsehen ERT.

Im Überseehafen Piräus leben noch 5.000, in Idomeni 12.000 Menschen. Bisher sind nur wenige bereit, sich innerhalb Griechenlands umsiedeln zu lassen. Aktivisten und Vertreter von Hilfsorganisationen bestärken sie darin. Nur wenn sie zusammenblieben, könne die Welt ihr Elend sehen. Seit zwei Wochen halten Flüchtlinge die Eisenbahnstrecke nach Mazedonien besetzt, um ihrer Forderung nach einer Öffnung der Grenze Nachdruck zu verleihen.

Am heutigen Mittwoch sollen erneut 200 Menschen aus Griechenland in die Türkei abgeschoben werden. (dpa/AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.04.2016, Seite 1, Ausland

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