Zum Inhalt der Seite

Mieterbund gegen »Luxussanierungen«

Berlin. Der Deutsche Mieterbund protestiert gegen sogenannte Luxussanierungen. »Die Lage hat sich nicht verbessert«, sagte Direktor Lukas Siebenkotten gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Noch immer gebe es in Groß- und Unistädten Fälle, in denen die Miete nach einer Sanierung das Doppelte oder mehr betrage. »Eine Luxussanierung ist es dann, wenn es sich um eine sehr teure Sanierung handelt, die oft der bisherige Mieter überhaupt nicht bezahlen kann«, erläuterte der Mietervertreter. Bisher können Vermieter jährlich elf Prozent der Investitionskosten auf die Miete umlegen. »Das kann eine Mieterhöhung bedeuten von 80, 90 oder gar 100 Prozent.« Manche Eigentümer griffen gezielt zu dieser Methode, um Mieter loszuwerden und die Wohnungen zu verkaufen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2016, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!