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Andreas Buro gestorben

Der linke Bürgerrechtler Andreas Buro ist tot. Er starb am Dienstag in seinem Haus in Grävenwiesbach im Taunus im Alter von 87 Jahren. Seit den 50er Jahren war er in der Friedensbewegung, Anfang der 60er war er einer der Organisatoren der Ostermarschbewegung, Ende der 60er gehörte er zu den Mitbegründern des Sozialistischen Büros, einer linksozialistischen Organisation für Intellektuelle, die keine Lust auf SPD, DKP oder die maoistischen Kleinparteien hatten. Später war er Sprecher des 1980 von ihm und anderen initiierten Komitees für Grundrechte und Demokratie. Im restaurativen, utopiefeindlichen Klima, das in der Bundesrepublik in den späten Jahren der SPD-FDP-Koalition herrschte, war diese radikaldemokratisch ausgerichtete NGO eine der wichtigsten Menschenrechtsgruppen. Sie war aus dem internationalen Russell-Tribunal hervorgegangen. Ab den 90er Jahren engagierte sich Buro, der in Forstwirtschaft promoviert hatte und dann an der Universität in Frankfurt am Main als Politikprofessor lehrte, in der Kurdistan-Solidarität. Außerdem wirkte er im wissenschaftlichen Beirat der IPPNW, der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs. 2008 wurde ihm der Aachener Friedenspreis verliehen.(jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2016, Seite 11, Feuilleton

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