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Ettore Scola gestorben

Der italienische Filmregisseur und Drehbuchautor Ettore Scola ist am Dienstag abend im Alter von 84 Jahren in Rom gestorben. 1976 nahm das langjährige Mitglied der Kommunistischen Partei in Cannes die Goldene Palme für »Die Schmutzigen, die Hässlichen und die Gemeinen« entgegen – eine Milieustudie aus einer Baracke in einem römischen Vorort. 1977 war »Ein besonderer Tag« für den Regie-Oscar nominiert. Der Film spielt am 8. Mai 1938 in einer römischen Mietskaserne. Hitler ist in der Stadt. Einmal hört man im Hintergrund das Horst-Wessel-Lied. Marcello Mastroianni spielt einen schwulen Radiojournalisten, der von den Faschisten verfolgt wird und eine unmögliche Beziehung mit einer recht naiven Hausfrau und Mutter von sechs Kindern (Sophia Loren) beginnt. Um Geschichten wie diese zu finden, brauche man nur den »einfachen Leuten nachschleichen«, hatte Scola, Arztsohn aus Trevico bei Neapel, erklärt. Er habe »die Gesellschaft und ihre Veränderungen« mit »Scharfsinn« zu lesen verstanden, meinte Italiens Regierungschef Matteo Renzi am Mittwoch. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.01.2016, Seite 11, Feuilleton

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