Zum Inhalt der Seite

Krankenhausmordserie: weitere Opfer entdeckt

Oldenburg. Der wegen Mordes verurteilte frühere Pfleger Niels H. könnte noch mindestens zehn weitere Menschen getötet haben. Das haben Exhumierungen auf niedersächsischen Friedhöfen in Ganderkesee und Delmenhorst ergeben. Dort wurden 29 Leichen ausgegraben. Bei zehn von ihnen seien Rückstände eines Herzmedikaments gefunden worden, sagte der Sprecher der Oldenburger Staatsanwaltschaft, Martin Rüppell, am Mittwoch. Niels H. wurde wegen des Todes von fünf Patienten am Klinikum Delmenhorst zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hatte ihnen eine Überdosis des Herzmedikaments gespritzt. Gestanden hat er aber bis zu 90 Taten. Die Polizei geht sogar mehr als 200 Todesfällen nach und exhumiert daher weitere Leichen. (dpa/jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 16.07.2015, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!