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Keine Kunstsammler mehr

Der Kunstsammler und Stifter Gérard J. Corboud sieht die Zeit für seinesgleichen als beendet an. Angesichts der Preisexplosion auf dem Kunstmarkt sei der Aufbau einer Sammlung heute schlicht »nicht mehr zu bezahlen«, sagte der Schweizer am Montag an seinem 90. Geburtstag im Kölner Wallraf-Richartz-Museum. Corboud hatte dem Museum 2001 eine »ewige Dauerleihgabe« von 170 Gemälden überlassen. Seitdem ist die impressionistische Sammlung des Museums eine der größten in Deutschland. Kunstsammler zu werden, sei mittlerweile »unmöglich – außer für ein paar immens reiche Leute, die es eigentlich mehr als Geldanlage nutzen«, sagte Corboud. In der vergangenen Woche war das Gemälde »Les femmes d’Alger« von Pablo Picasso für fast 180 Millionen Dollar versteigert worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.05.2015, Seite 10, Feuilleton

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