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Fontane wäre auf Facebook

 

Der Nachlass des Schriftstellers Theodor Fontane (1819–1898) wird für die Online-Veröffentlichung aufbereitet, wie die Leiterin des Potsdamer Fontane-Archivs, Hanna Delf von Wolzogen, erklärte. Die Arbeiten seien vor kurzem in Angriff genommen worden und würden mehrere Jahre dauern. Es seien unter anderem Rechtefragen zu klären. »Manches ist nur mit der Lupe zu entziffern«, erklärte die Forscherin. Fontane habe »sehr schwungvoll und selten ordentlich« geschrieben, dabei oft jeden Millimeter Papier ausgenutzt. Der gelernte Apotheker ließ Autogrammkarten mit seinem Konterfei drucken, kündigte auf Postkarten längere Briefe an. So »spielte er virtuos mit den Medien im eigenen Interesse«, sagte von Wolzogen. »Bei Facebook und Twitter wäre er dabei gewesen. Das Internet hätte er ohne Berührungsängste genutzt.« (dpa/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.01.2015, Seite 10, Feuilleton

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