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Blutige Weihnachten

Messer und Zigarren stehen Heiligabend 1914 auf dem Wunschzettel der kleinen Margaretha, Weihnachtsbaumkugeln sind mit dem Eisernen Kreuz verziert. Im Rahmen der Ausstellung »Fastnacht der Hölle« präsentiert das Haus der Geschichte (HdG) in Stuttgart in den nächsten sechs Wochen eine Sonderschau über Weihnachten im Ersten Weltkrieg. Feldpostkarten und Kinderspielzeug, darunter eine Steiff-Puppe eines Infanteristen, sind nach Art eines Adventskalenders in 24 Glasvitrinen drapiert. Weihnachten und Krieg würden ungern zusammengebracht, sagte HdG-Leiter Thomas Schnabel. »Aber es war nicht nur vor hundert Jahren, sondern ist auch noch heute an vielen Stellen in der Welt blutige Realität.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2014, Seite 10, Feuilleton

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